Obstgarten

  Durch Auspflücken bei Busch- und Spalierbäumen kann man sich damit behelfen, dass man den überreichen Behang entfernt. Dies geschieht sofort nach der Blüte, denn dadurch gehen keine Nährstoffe durch früh abfallendes Obst verloren.. Damit eine Frucht richtig ernährt werden kann, bedarf es dazu mindestens 10 bis 12 Blätter, denn die Nährstoffe, welche die Wurzeln in flüssiger Form aufnehmen, können nur durch die Photosynthese der grünen Pflanzenteile in Zucker, Stärke usw. umgewandelt werden.  Man braucht natürlich nicht zu zählen 12 Blätter eine Frucht, sondern in Summe sollte dies ungefähr stimmen. Und nur mit diesen umgewandelten Stoffen kann eine Pflanze wachsen und die Früchte ernähren.

 Auch durch richtiges Schneiden der Bäume kann man eine überreiche Blüte verhindern.

                Der größte Obstbaumschädling ist der Apfelwickler. Dieser Schädling tritt in zwei Generationen auf, wobei die Falter der ersten Generation etwa Mitte Mai in Erscheinung treten. Bei Temperaturen um etwa 15 Grad C fliegen die Falter ab der Dämmerung und die Weibchen legen bis zu 80 Eier an die jungen Früchte. Nach 8 Tagen schlüpfen die Raupen und bohren sich bald in die Frucht bis zum Kerngehäuse. Ende Juni fallen schon kleine wurmige Äpfel vom Baum. Sobald sie in der Frucht sind, gibt es keine Bekämpfung mehr. Mit Pheromonfallen, die einen Duftstoff beinhalten und die Männchen anziehen, wobei sie dann an der beleimten Fläche kleben, kann man die Männchen dezimieren und die Stärke des Befalles ersehen. Daher werden viele Weibchen nicht befruchtet und von den  Eiern schlüpfen keine Maden. Diese Fallen sollten von Mitte Mai bis Mitte August am Baum hängen. Nur sollte man die Fallen mehrere Jahre aufhängen. Um auf guten Erfolg zu kommen, sollte man auch die Nachbarn anregen. Ist der Befall hoch, kann man mit Dimilin oder Rubitox nach Angaben des Herstellers spritzen. Doch wir legen Wert auf biologisches Obst.

                Ende Mai sollten auch für die Kirschbäume beleimte Gelbtafeln vorbereitet werden. Diese werden an der Südseite der Kirschbäume angebracht, sobald diese mit dem Umfärben von Grün auf Gelb beginnen. Pro Meter Höhe sollte eine Gelbtafel angebracht werden. Dadurch werden die Kirschfruchtfliegen dezimiert und weniger Kirschen wurmig. Bei den Kirschen sollte man die Nachbarn darüber informieren.

                Bei den Pfirsich ist, besonders bei den Gelbfleischigen, die Kräuselkrankheit ein häufiger Befall. Der Pilz durchwandert das Blattgewebe wodurch sich Teile des Gewebes verdicken und verfärben und oft schon im Frühsommer vom Baum fallen. Durch den Neuaustrieb erholt sich der Baum etwas, doch die Blütenknospenbildung für das nächste Jahr wird stark reduziert. Die Krankheit kann nur vorbeugend mit Cuprofor flüssig nach Angaben des Herstellers behandelt werden.

                Beim Rhabarber sind Blütenstände sofort zu entfernen, damit sich die Blätter gut entwickeln können. Ernte ist wegen der Oxalsäure nur bis Johanni möglich.

Ziergarten

                               Nun ist der richtige Zeitpunkt, die leider verblühten Frühjahrsblüher zu schneiden. Es erhebt sich dabei die Frage, ob man eine bestimmte Form eines Strauches möchte, oder ob man nur das alte, dunkle Holz an der Basis entfernt. Verzweigung direkt nach dem Ansatz. Bis zum Herbst werden die Ruten wieder genau so lang und setzen nur hier, am einjährigem Holz,  wieder Blütenknospen an.

                Nach den Eismännern kommen die vorgezogenen Dahlien, Gladiolen, Montbretien und so weiter in die Erde. Gladiolen sollte man in Abständen setzen, damit man laufend Blüten hat. Auch alle einjährigen kälteempfindlicheren Sommerblüher werden nach den Eismännern gepflanzt. 

                In der ersten Monatshälfte pflanzt man einjährige Sommerblüher aus, denen kühlere Witterung nichts ausmacht. In der zweiten Hälfte jene, die keinen Frost vertragen. Zu gleicher Zeit sind Folgesaaten verschiedener Sommerblumen an Ort und Stelle möglich. Nach zu dichter Saat unbedingt vereinzeln.

Ältere Sommer- und Herbststauden, die uns im letzten Jahr nicht mehr befriedigt haben, sollten, wenn der Austrieb gerade aus dem Boden kommt, ausgegraben werden. Anschließend teilt man in mehrere Stücke und pflanzt sie in gut vorbereiteten Boden wieder ein.

                Bei den Zwiebelgewächsen ist verblühtes laufend abzuschneiden, damit die Kraft in die Zwiebel zum Auftanken dieser geht und nicht zur sinnlosen Samenerzeugung vergeudet wird. Die Blätter dürfen nicht abgemäht werden, solange diese nicht vergilbt sind. Nur so hat man im Folgejahr wieder reiche Blüte. Bei kleineren Zwiebelblumen wie Blausternchen, Krokus, Winterling, ist das Aussamen allgemein erwünscht. Grüne Blätter sind bei Zwiebelpflanzen zu schonen, da sie die Zwiebel auftanken und auch noch Ersatzzwiebeln erzeugen.

                Während man übliche Stauden bald nach dem Verblühen umsetzen kann, muss bei Zwiebeln- und Knollengewächsen so lange gewartet werden, bis das Laub ganz vergilbt ist. Tulpen, Narzissen und Hyazinthen können etwa fünf Jahre am gleichen Platz verbleiben, ohne dass ein Verpflanzen notwendig ist. Wenn sie durch die Vermehrung von Brutzwiebeln zu dicht stehen, nimmt man sie im Frühsommer nach dem Vergilben aus dem Boden, entfernt die Brut und pflanzt die großen Zwiebeln im Frühherbst wieder ein. Die kleinen Zwiebelblumen halten sicher zehn Jahre am gleichen Platz aus und bilden große Horste mit herrlichen Blüten. Bei abgeblühten Stauden sollen Sie die verblühten Stiele wegschneiden.

                Die Bodenlockerung zwischen den Beetstauden ist sehr wichtig und soll tief erfolgen. Wenn im Beet auch Blumenzwiebeln sind, darf nur sehr flach gelockert werden. Nach dem Lockern und entfernen vom Unkraut sollte man auch eine Mulchdecke, höchstens 5cm, aufbringen. Die Pflanzen sollen nicht nur blühen, sondern auch Reservestoffe in Zwiebeln, Knollen und Wurzelstöcken speichern.

                Nun ist Pflanzzeit für immergrüne Laub- und Nadelgehölze. Für laubabwerfende  Arten nur, wenn diese in Containern herangezogen wurden. Ähnliches gilt für Stauden. Getopfte Pflanzen verlängern die Pflanzzeit von niedrigen oder polsterförmig wachsenden, sommer- und herbstblühenden Arten lange.

 

                Der Mai eignet sich, so wie der September, hervorragend zur Rasenneulage oder für Blumenwiesen. Vorher wird die Erde mit einer Rasenwalze eben gemacht. Der Samen wird mit einem Streuwagen zur Hälfte nach der Länge und zur Hälfte nach der Breite ausgebracht. Da Rasensamen bei der Keimung nicht austrocknen darf, sollte ca. 1cm Erde nach dem Streuen des Samens aufgebracht werden und noch einmal mit der Rasenwalze angerückt werden. Günstig wäre vorher 2 bis 3 Wochen das keimende Unkraut laufend zu entfernen.

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